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Im Sommer 2004 habe ich an einem 6 - wöchigen Rotary Schüleraustausch nach Süd Afrika teilgenommen. Neben Kriminalität, Armut und Aids hat mich besonders der Besuch eines Kinderheims namens Sithabile betroffen, in dem Thabisile Msezane 112 Kinder zwischen 6 Monaten und 20 Jahren aufgenommen hat. Alle Kinder wurden von ihren Eltern verstoßen, auf der Straße gefunden und / oder mit Aids infiziert. Aber sie haben das Glück, in eine sichere Zukunft zu blicken, denn Familie Msezane versucht, jedem Kind eine Schulausbildung, Schuluniform, Schulbücher, aber vor allem eine ausreichende Ernährung zu bezahlen. Doch ihre finanziellen Möglichkeiten beschränken sich auf den Erlös aus einem selbst angelegten Gemüsegarten und die Rente des Ehemannes, was sich als äußerst schwierig erweist.
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Deshalb hat sich die SV engagiert, das Waisenhaus als Schulprojekt zu unterstützen. Zusammen mit dem Elisabeth- Langgässer-Gymnasium, der ZOAR und der Schule im Rotental fand am 25.5.2005 ein Spendenlauf in der Alzeyer Innenstadt statt, an dem knapp 1000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben. Der Erlös von 50 000 Euro übertraf sämtliche Erwartungen, und wurde für den Bau neuer Schlafsäle investiert. Das war auch unbedingt notwendig, denn das südafrikanische Gesundheitsamt hat schon die Schließung des Waisenhauses angekündigt, wenn die Kinder nicht bald aus den alten Holzhütten rauskommen, in denen sie damals leben mussten. Das Spendenlaufgeld kam wie vom Himmel gesandt, und hat Sithabile und die vielen Kinder gerettet. In den Weihnachtsferien habe ich das Kinderheim noch einmal besucht, und habe viele Bilder mitgebracht.
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Wie man sehen kann ist das Gebäude richtig groß: es gibt zwei Schlafsäle, Toiletten und Duschen und einen gemeinsamen Aufenthaltsraum (Fernsehraum). In jeden Schlafsaal passen 12 Doppelbetten, das heißt, dass insgesamt 48 Jungen in neue Zimmer ziehen konnten. (Aktuellere Bilder werde ich bald nachreichen, sobald ich welche zugeschickt bekomme.)
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Mittlerweile wurde die Hälfte des Geldes verwendet, und ein Gutachter bestätigte mir dass jeder Cent des Geldes richtig und projektbezogen ausgegeben wurde. Besonders toll finde ich, dass das Gebäude auf den Namen ALZEY getauft wurde. Neue Projekte werden demnächst in Planung sein.
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